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Nachrichten zu FinnlandQuelle: Google News
Kurzinfos Finnland
Suomen tasavalta (finnisch)
Republiken Finland (schwedisch)
Republik Finnland
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| Amtssprache |
Finnisch, Schwedisch |
| Hauptstadt |
Helsinki |
| Staatsform |
Parlamentarische Republik |
| Staatsoberhaupt |
Präsidentin Tarja Halonen |
| Regierungschef |
Ministerpräsidentin Mari Kiviniemi |
| Fläche |
338.424 km² |
| Einwohnerzahl |
5.326.314 (31. Dezember 2008) |
| Bevölkerungsdichte |
15,7 Einwohner pro km² |
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[1] |
245.013 Mio. US$ (34.) |
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner |
46.602 US$ (9.) |
| Human Development Index |
0,959 (12.)[2] |
| Währung |
Euro () DAX Korrelation 1 Euro = 100 Cent |
| Unabhängigkeit |
6. Dezember 1917 |
| Nationalhymne |
Maamme/Vårt land |
| Zeitzone |
UTC+2
UTC+3 (MärzOktober) |
| Kfz-Kennzeichen |
FIN (bis 1993: SF) |
| Internet-TLD |
.fi |
| Telefonvorwahl |
+358 |
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Finnland (finnisch Suomi sumi; schwedisch Finland [fnland]), amtlich Republik Finnland (Suomen tasavalta, Republiken Finland), ist ein Staat in Nordeuropa und Mitglied der Europäischen Union. Er grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee. Bei 5,3 Millionen Einwohnern auf einer Fläche nur wenig kleiner als Deutschland, gehört Finnland zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Ein großer Teil der Bevölkerung konzentriert sich dabei auf den Süden des Landes mit der Hauptstadt Helsinki. Die beiden offiziellen Landessprachen sind Finnisch und Schwedisch. 92 % der Aktienkurse Bevölkerung sind finnisch-, 6 % schwedischsprachig. Die schwedischsprachige Inselgruppe Åland hat einen weitreichenden Autonomiestatus.
Das Gebiet Finnlands, das seit Jahrtausenden dünn besiedelt war, trat mit der Eingliederung in das Schwedische Reich ab dem 12. Jahrhundert in die historische Zeit ein. Es blieb für viele Jahrhunderte integraler Teil Schwedens, bis es 1809 an Russland abgetreten wurde, unter dessen Herrschaft sich Finnland als Nation entwickelte. 1917 erlangte das Land die staatliche Unabhängigkeit. Heute ist Finnland eine parlamentarische Republik.
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Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Naturräumliche DAX Korrelation Gliederung
1.2 Geologie
1.3 Klima
2 Natur
2.1 Flora und Vegetation
2.2 Fauna
3 Geschichte
3.1 Frühgeschichte
3.2 Finnland als Teil Schwedens
3.3 Finnland als Großfürstentum im Russischen Reich
3.4 Unabhängigkeit und Kriege
3.5 Nachkriegszeit
4 Bevölkerung
4.1 Demographische Entwicklung
4.2 Bevölkerungsgruppen und Sprachen
4.3 Aktien Analyse Religion
5 Politik
5.1 Verfassung und Rechtssystem
5.2 Parteien
5.3 Verwaltungsgliederung
5.4 Außen- und Aktienkurse Verteidigungspolitik
5.5 Gesellschaftspolitik
5.6 Umweltschutz und Energiepolitik
6 Bildung
7 Wirtschaft
7.1 Wirtschaftliche Entwicklung
7.2 Industrie
7.3 Land- und Forstwirtschaft
7.4 Tourismus
7.5 Staatshaushalt
8 Verkehr
8.1 Straßenverkehr
8.2 Schienenverkehr
8.3 Schiffsverkehr
8.4 Flugverkehr
9 Kultur
9.1 Literatur
9.2 Musik
9.3 DAX Korrelation Bildende Kunst
9.4 Architektur
9.5 Film
9.6 Küche
10 Medien
11 Sport
12 Feiertage
13 Siehe auch
14 Einzelnachweise
15 Literatur
16 Weblinks
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Geographie
Finnland ist mit einer Fläche von 338.144,53 km² etwas kleiner als Deutschland. Zwischen dem 60. und 70. Breitengrad liegend, zählt es zu den nördlichsten Ländern der Erde. Ein Drittel Finnlands liegt nördlich des Polarkreises. Die Nord-Süd-Ausdehnung des finnischen Festlandes beträgt 1160 km (von Nuorgam bis Aktienkurse Hanko), die längste Ost-West-Distanz 540 km (von Ilomantsi nach Närpes). Bei der Gliederung des Landesgebiets wird bereits etwa ab der Höhe des Oulujärvi (deutsch auch Oulusee, nordwestlich der Stadt Kajaani) von Nordfinnland gesprochen. So kann Oulu, genau in der Mitte des Landes gelegen, als nordfinnische Stadt bezeichnet werden, auch heißt die Landschaft um Jyväskylä trotz ihrer südlichen Lage Mittelfinnland.
Die längste Staatsgrenze ist mit 1.269 km die zur Russischen Föderation im Osten. Aktien Analyse Im Norden grenzt Finnland über 716 km an Norwegen, die 536 km lange Grenze zu Schweden im Nordwesten bilden die Flüsse Könkämäeno, Muonionjoki und Tornionjoki.
Im Westen und Süden grenzt Finnland an Nebenmeere der Ostsee, im Westen an den Bottnischen Meerbusen, im Süden an den Finnischen Meerbusen. Fast alle finnischen Flüsse und Seen gehören zum Einzugsbereich der Ostsee, nur der jenseits des Maanselkä gelegene äußerste Nordosten des Landes entwässert zum Nordpolarmeer. Durch die geringe Verdunstung und den steten Süßwasserzufluss sind die Meeresgewässer Finnlands wesentlich weniger salzig als die Weltmeere: mit einer Salinität von weniger als 0,3 % ist etwa die Bottenwiek, der nördliche Teil des Bottnischen Meerbusens, so brackig, dass sich auch Süßwasserfische in ihm finden.
Das hervorstechendste Merkmal der Landschaft Finnlands ist ihr Seenreichtum, der dem Land auch den Beinamen Land der tausend Seen eingebracht hat. Nach DAX Korrelation offizieller Zählung gilt ein Binnengewässer mit einer Fläche von mindestens Aktien kaufen 5 Ar als See, so dass das finnische Umweltministerium die Zahl der finnischen Seen auf 187.888 beziffert; rund 56.000 Aktien Prognose Seen haben eine Größe von mindestens einem Hektar.[3] Die Gesamtküstenlänge der finnischen Seen beträgt mindestens 186.700 km, die Anzahl der Binneninseln beläuft sich auf 98.050.[4]
Naturräumliche Gliederung
Finnland lässt sich in fünf landschaftliche Großräume einteilen: die Küstenebenen Südfinnlands, die Küstenebenen Österbottens, die Finnische Seenplatte im Aktienkurse Landesinneren, das Finnische Hügelland im Osten und Lappland im Norden.
Im Schärenmeer vor Turku
Seenlandschaft bei Nilsiä, Ostfinnland
Die südfinnische Küstenebene erstreckt sich von Satakunta über Uusimaa bis zur russischen Grenze. Sie ist vergleichsweise arm an Seen und landwirtschaftlich geprägt. An der Westküste schließt sich der Großraum Österbottens an. Das flache Gebiet wird von zahlreichen Flüssen durchschnitten und wird ebenfalls intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Küste Finnlands ist eine reich gegliederte Schärenküste mit einer Gesamtlänge von fast 40.000 km und über 73.000 Inseln mit einer Größe von mindestens 5 Ar.[5] Gemessen an ihrer Anzahl stellen die Inseln des Schärenmeers vor Turku den größten Archipel der Welt dar. Die Inseln der autonomen Inselgruppe Åland liegen zwischen 15 und 100 km vom finnischen Festland entfernt.
Die Moränenrücken Salpausselkä im Süden und Suomenselkä im Westen sind die beiden Hauptwasserscheiden des Landes und trennen die Küstengebiete von der Finnischen Seenplatte (Järvi-Suomi) im Landesinneren. Das moor- und waldreiche Gebiet ist mit seinen ca. 42.200 Seen[6] die größte Seenplatte Europas. Binnengewässer bedecken rund 18 % der Gesamtfläche.[7] Hier haben auch die wichtigsten Ströme der südlichen Landeshälfte, der Kokemäenjoki, der Kymijoki Aktien Analyse und der Vuoksi, ihren Ursprung. Der größte See des Landes ist mit einer Fläche von rund 4.400 km² der stark zergliederte Saimaa-See im Südosten.
Das Finnische Hügelland (Vaara-Suomi) erstreckt sich im Osten des Landes von Nordkarelien über Kainuu bis in die südlichen Teile Lapplands. Charakteristisch sind die zahlreichen Anhöhen, von denen sich aber nur einzelne wie der Koli (347 m) in Nordkarelien als Berge von der Umgebung abheben. Im Norden geht das DAX Korrelation Hügelland in den Großraum Lapplands über.
In Lappland dominieren weitläufige Wald- und Moorlandschaften, aus denen sich baumlose Fjells (tunturi) wie der Pallastunturi (807 m), der Yllästunturi (718 m) oder der Aktienkurse Pyhätunturi (540 m) erheben. Die Gegend um den Inarijärvi in Nordostlappland weist eine hohe Seendichte auf. Der längste Fluss Finnlands ist mit rund 560 km der Kemijoki, der einen großen Teil Finnisch-Lapplands entwässert. Seine Quellflüsse entspringen wie die der anderen großen Flüsse Nordfinnlands (Tornionjoki, Iijoki und Oulujoki) in den Höhenlagen an der finnischen Nord- und Ostgrenze. Im Norden Lapplands steigt das Gelände zum Skandinavischen Gebirge hin an. An seinem Hauptkamm hat Finnland jedoch nur im äußersten Nordwesten in der Gemeinde Enontekiö Anteil. Hier liegen auch alle Eintausender des Landes; die höchste Erhebung Finnlands ist mit 1324 m der Haltitunturi unmittelbar an der Grenze zu Norwegen.
Geologie
Der Felssockel Finnlands besteht ganz überwiegend aus den präkambrischen Gesteinen des Baltischen Aktien Prognose Schildes (Gneise, Granite und Schiefer). Gebirgsbildungen liegen in Finnland rund eine Milliarde Jahre zurück, sodass sich das Relief heute recht flach darstellt. Nur vereinzelt haben besonders harte Quarzite der Erosion so weit standhalten können, dass sie sich als Berge von der Umgebung abheben.
Von Gletschern abgeschliffene Granitfelsen auf Söderskär vor der Südküste Finnlands
Die heutige Landschaft ist entscheidend durch die Eisbedeckung im Eiszeitalter geprägt worden. Gletscher bedeckten bis vor rund 10.000 Jahren das gesamte heutige Finnland, trugen Gesteine ab und schufen bei ihrem Rückzug weitläufige Moränenlandschaften, die wiederum durch Schmelzwasser umgeformt wurden. Typische glazial geprägte Landschaftsformen sind Rundhöcker als Abtragungsform, Drumlins und Oser als Aufschüttungsformen. In Moränenrücken wie dem Suomenselkä im Westen und dem Salpausselkä im Süden erreichen die glazialen Sedimente eine Mächtigkeit von teils über 100 m. Das Schmelzwasser bildete mit dem Ende der Eiszeit den Ancylussee, den Vorläufer der heutigen Ostsee, und bedeckte weite Teile des Landes. Dieses Gewässer brach vor 7.000 Jahren zur Nordsee durch. Durch den Rückgang Aktienkurse des Wasserspiegels und die gleichzeitige isostatische Landhebung erhoben sich in den folgenden Jahrtausenden immer DAX Korrelation Aktien Analyse weitere Landmassen aus den Fluten. Im Binnenland sammelte sich Schmelzwasser in Gletschermulden und älteren Aktien kaufen Verwerfungen, wodurch die finnischen Seen entstanden. Die anhaltende Landhebung ist noch heute ein landschaftsformender Prozess. So steigt die Meeresküste Österbottens um bis zu 8 mm pro Jahr aus der Ostsee hervor. Dort kommt es aus diesem Grund auch fast jedes Frühjahr zu Überschwemmungen, weil die Flüsse zur Küste hin kaum noch Gefälle haben und sich Schmelzwasser im Binnenland staut. Auch mussten im Laufe der letzten Jahrhunderte Städte wie Pori und Vaasa teils mehrfach um einige Kilometer nach Westen verlegt werden, da ihre Häfen verlandeten.
Das am weitesten verbreitete Sediment an der Oberfläche ist der Till, auch dies ein Erbe der Eiszeit. Da es in Finnland nur an wenigen Stellen Kalkstein bzw. Marmor gibt, sind die glazialen Ablagerungen oft kalkfrei. Die daraus entstandenen Böden neigen daher zur Versauerung. In den tieferliegenden Regionen, die in der Ancylusseephase und den späteren Ostseevorläufern unter Wasser lagen, sind die glazialen Sedimente oft von Seeablagerungen überdeckt worden. Diese sind hingegen meistens karbonathaltig. Dank dieser fruchtbaren Lehmböden, aber auch wegen des vergleichsweise milden Klimas konzentriert sich der Getreideanbau auf die Küstenregionen West- und Südfinnlands. Im Binnenland sind die Böden durch Versauerung und Vertorfung wenig geeignet für den Ackerbau und machen einen verstärkten Einsatz von Düngekalk erforderlich, der in mehreren Kalksteinbrüchen wie in Pargas, Lohja und Lappeenranta gefördert wird.
Während die finnischen Eisenerzvorkommen fast erschöpft sind, finden sich noch bedeutende Vorkommen an Kupfer, Nickel, Zink und Chrom. In den 1860er Jahren folgte auf den Fund von Gold im Flusssand des Kemijoki ein regelrechter Goldrausch in Lappland. Bis heute wird an den Flüssen Lapplands teils durch Handwäsche, teils Aktienkurse industriell Gold gewaschen, eine Aktien Prognose große Untertagemine befindet sich in Pahtavaara bei Sodankylä. Weitere, größtenteils noch unerschlossene Goldvorkommen sind über das gesamte Land verteilt, zuletzt wurde 1996 bei Kittilä eine auf 50 Tonnen Gold geschätzte Lagerstätte entdeckt. Außerdem ist Finnland der größte europäische Exporteur von Talk.[8] Dieses vor allem in der Papierindustrie benötigte Mineral wird derzeit in Sotkamo und Polvijärvi in großem Umfang abgebaut. DAX Korrelation Weitere in Finnland gewonnene Industrieminerale sind Wollastonit, Dolomit, Apatit, Quarz und Feldspat.
Klima
Satellitenbild vom 19. Februar 2003. Gut zu erkennen das Packeis der Ostsee.
Das finnische Klima ist kaltgemäßigt. Finnland liegt an der Grenze zwischen maritimer und kontinentaler Klimazone. Die Tiefdruckgebiete der Westwindzone können feuchte und wechselnde Wetterlagen mit sich bringen. Andererseits schirmt das Skandinavische Gebirge Finnland vom Atlantik ab, sodass Aktien Analyse stabile kontinentale Hochdruckzonen für kalte Winter und vergleichsweise heiße Sommer sorgen. Die Ostsee, die Binnenseen und insbesondere der Golfstrom machen durch ihren mäßigenden Einfluss das Klima in Finnland deutlich milder als in anderen Orten auf denselben Breitengraden. Kuopio liegt etwa auf derselben Breite wie das sibirische Jakutsk, hat aber eine um fast 13 °C höhere Jahresdurchschnittstemperatur.
Die Niederschlagssumme beträgt in Südfinnland 600700 mm. Im Norden ist sie deutlich niedriger, was aber durch die geringe Verdunstung aufgrund der kühlen Temperaturen kompensiert wird. Der wenigste Niederschlag fällt im ganzen Land im März, der meiste im Juli oder August.
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Klimadiagramm Helsinki
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Klimadiagramm Kajaani
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Klimadiagramm Inari
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Zwischen Ost- und Westfinnland existieren keine Isothermen, hingegen wird das Klima bei einer Nord-Süd-Ausdehnung des Landes von über 1000 Kilometern nach Norden hin deutlich kälter. Aktienkurse Während die durchschnittliche Jahrestemperatur im Süden 5 °C beträgt, so sind es im Norden Finnisch-Lapplands nur noch 2 °C.[9] Auch die Dauer der thermischen Jahreszeiten ist stark von der Lage abhängig: Dauert der Winter im südwestfinnischen Schärengebiet nur 100 Tage, herrscht er in Lappland bis zu 200 Tage lang.[10] Im kältesten Monat, dem Januar oder Februar, liegt die Durchschnittstemperatur zwischen 4 und 14 °C. Die kälteste jemals in Finnland gemessene Temperatur betrug 51,5 °C in Pokka bei Kittilä am 28. Januar 1999.[11] Eine bleibende Schneedecke fällt meist zwischen Ende Oktober und Anfang Januar. Sie entwickelt eine Dicke von 2030 cm im Süden bzw. 6090 cm im Osten und Norden und schmilzt zwischen Ende März und Ende Mai.[12] Die Seen frieren zwischen November und Dezember zu und tauen DAX Korrelation oft erst zwischen Mai und Juni wieder auf. In kalten Wintern können der Bottnische und der Finnische Meerbusen fast vollständig zufrieren und müssen mit Aktien kaufen Eisbrechern freigehalten werden.
Der Sommer dauert in Südfinnland von Ende Mai bis Mitte September, in Lappland beginnt er einen Monat später und endet einen Monat früher. Die Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südfinnland sind im Sommer bei Durchschnittstemperaturen Aktien Prognose zwischen 12 und 17 °C im Juli weniger stark ausgeprägt. In Süd- und Mittelfinnland gibt es zwischen 10 und 15 Sommertage, an denen die Temperatur über 25 °C steigt, im Norden und an den Küsten sind es 510.[10] Die höchste jemals in Finnland gemessene Temperatur betrug 37,2 °C am 28. Juli 2010 in Liperi.[13]
In den Gebieten nördlich des Polarkreises scheint im Sommer die Mitternachtssonne, im Winter herrscht die Polarnacht (kaamos). Zur Zeit der Sommersonnenwende wird es selbst im Süden des Landes nicht Aktien Analyse vollkommen dunkel (sogenannte weiße Nächte), in Utsjoki an der Nordspitze Finnlands geht die Sonne 73 Tage lang gar nicht unter. Entsprechend steigt dort im Winter die Sonne für 51 Tage kein einziges Mal über den Horizont, auch in Südfinnland Aktienkurse geht sie am kürzesten Tag nur für sechs Stunden auf. Vor allem im Norden erscheinen im Winter Polarlichter.
Natur
Kiefernwald bei Punkaharju
Hochmoor in Patvinsuo
Fjelllandschaft in Inari, Lappland
In Finnland kommen insgesamt rund 42.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen vor, darunter 65 Säugetierarten.[14] Alles in allem ist die Artenvielfalt geringer als in südlicheren Gebieten, die Wildnis Finnlands bietet aber zahlreichen Tieren Lebensraum, die im Rest Europas selten anzutreffen sind.
Das Jedermannsrecht gestattet in Finnland allen Menschen, sich unter bestimmten Einschränkungen frei in der Natur zu bewegen. Auch das Sammeln von Beeren und Pilzen und das Angeln ist gestattet. Jagd und Fischerei sind in Finnland weit verbreitete Beschäftigungen. Sechs Prozent der finnischen Bevölkerung besitzen eine Jagdlizenz.[15]
Flora und Vegetation
Finnland ist das waldreichste Land Europas: 86 % der Landfläche sind bewaldet.[16] Dabei treten von Norden nach Süden drei Vegetationszonen auf. Der größte Teil Finnlands gehört zur borealen Nadelwaldzone (Taiga). Kennzeichnend sind die kurze Vegetationsperiode, nährstoffarme Böden, auf denen die Bäume nur DAX Korrelation langsam wachsen, das Vorherrschen von Nadelholzgewächsen und eine geringe Anzahl an Baumarten. Es dominieren Kiefern (50 %) und Fichten (30 %), die häufigste Laubbaumart ist die Birke (16,5 %).[17] Der Boden ist mit Blaubeersträuchern und Moosen bedeckt, nach Norden hin auch mit Flechten.
Nur an der Südwestküste und auf den vorgelagerten Schären herrschen Mischwälder vor. Hier wachsen auch Baumarten, die in Finnland sonst nicht vorkommen, wie die Eiche. Der äußerste Norden Lapplands ist weitgehend baumlos, in niedrigen Lagen wachsen nur noch gedrungene Birken, in höheren Lagen herrscht eine tundraartige Vegetation vor.
Ein Drittel der Landesfläche Finnlands bestand ursprünglich aus Moorland, etwa die Hälfte dieser Fläche wurde in den vergangenen Jahrhunderten zur Kulturlandgewinnung trockengelegt.[18] Im Süden Aktienkurse dominieren torfreiche Hochmoore, nördlich davon Aapamoore. Der größte Teil des Moorlandes ist mit Bruchwäldern bedeckt.
Fauna
Rentiere in Nordwestlappland
Elche sind trotz intensiver Bejagung in ganz Finnland sehr zahlreich. Obwohl alljährlich über ein Drittel der Elche erlegt wird, bleibt der Bestand nach Ablauf der Jagdsaison stabil bei über 100.000 Tieren.[19] Für den Straßenverkehr stellt die große Elchpopulation eine Gefahr dar, weil es immer Aktien Prognose wieder zu schweren Unfällen mit den Tieren kommt. Im Norden des Landes trifft man allenthalben Rentiere an. Die rund 200.000 Aktien Analyse Rentiere sind halbdomestiziert und laufen das Jahr über frei herum, im Spätherbst treiben ihre Besitzer die Tiere zusammen und suchen die Schlachttiere heraus. Weitaus seltener ist das wilde Waldren. Einst in weiten Teilen Finnlands verbreitet, wurde es Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet, ehe seit den 1950er Jahren wieder eine kleine Population aus Russland nach Kainuu und Nordkarelien einwanderte. In Süd- und Westfinnland sind aus Amerika eingebrachte Weißwedelhirsche in größerer Zahl heimisch geworden.
Die Raubtierpopulationen wachsen durch den Erfolg von Schutzmaßnahmen schon seit Jahren; die Anzahl der finnischen Braunbären und Luchse liegt heute bei je über 1000 Individuen, die der Wölfe bei etwa 200. Inzwischen dürfen diese Tiere sogar wieder in begrenztem Maße bejagt werden. Im finnischen Teil Lapplands lebt eine Restpopulation von etwa 150 Vielfraßen. Der Polarfuchs war einst im ganzen Land recht häufig, wurde aber durch Pelzjäger zu DAX Korrelation Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgerottet. Der Rotfuchs ist hingegen bis heute sehr häufig anzutreffen, seit einigen Jahrzehnten auch der Marderhund, der sich von Russland aus Aktien kaufen verbreitet hat.
Die Saimaa-Ringelrobbe kommt weltweit nur im Saimaa-Seengebiet vor. Diese seltene Süßwasser-Unterart der Ringelrobbe konnte durch gezielte Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben gerettet werden und ist daher auch das Symboltier des Naturschutzes in Finnland. Besonderen Schutz genießt auch das Aktienkurse Gleithörnchen, das in der Europäischen Union nur in Finnland und Estland vorkommt.
Zur Vogelwelt Finnlands gehören über 430 Arten,[14] darunter Steinadler und Seeadler, daneben Hühnervögel wie Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Moorschneehuhn sowie zahlreiche Wasservogelarten. Als finnischer Nationalvogel gilt wegen seiner Rolle in der finnischen Mythologie der Singschwan. Auch diese Art konnte durch ein rigides Jagdverbot gerettet werden: Zählte man in den 1950er Jahren nur mehr 15 Brutpaare, so sind es heute wieder rund 1500.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Finnlands
Frühgeschichte
Die früheste sicher nachgewiesene Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Finnland stammt aus der Zeit nach Ende der letzten Eiszeit rund 8500 v. Chr. Ursprung und Sprache der frühesten Bewohner Finnlands sind unklar. Durch in den folgenden Jahrtausenden erfolgte Zuwanderung wurden neue Kulturen eingeführt und spätestens um 5000 v. Chr. sprachen die Bewohner Finnlands hauptsächlich frühe finno-ugrische Sprachen. Um 3200 v. Chr. sickerten Zuwanderer aus dem baltischen Raum ein, die eine frühe indogermanische Sprache sprachen, sich allmählich mit der Stammbevölkerung vermischten und deren Sprache annahmen. Der sprachliche Einfluss der Zuwanderer war mitverantwortlich für die Herausbildung des Unterschiedes zwischen der urfinnischen Sprache im Küstengebiet und der samischen Sprache im Binnenland.
Die Wurzeln der Aktien Analyse finnischsprachigen Bevölkerung waren Gegenstand wiederholter Kontroversen und können bis heute nicht als geklärt gelten. Nach traditioneller Auffassung wird das Gebiet östlich des Urals oder die Gegend der Wolgaschleife für die Urheimat der Finnen gehalten. In Aktien Prognose der neueren Forschung überwiegt die Ansicht, dass die Vorfahren der Finnen vor Jahrtausenden in mehreren Wellen aus verschiedenen Richtungen einwanderten, eine Jagd- und Ackerbaukultur einführten und die DAX Korrelation jagenden und sammelnden Samen nach Norden verdrängten oder mit diesen verschmolzen.
Die steinzeitliche Bevölkerung Finnlands bestand aus Aktienkurse Jägern und Sammlern. Mit dem Beginn der Bronzezeit um 1700 v. Chr. begann, ausgehend von den Küstenregionen, die Ausübung von Ackerbau und Viehzucht. Von 100 v. Chr. an nahm der Handel mit Mitteleuropa zu. Während der Zeit der Völkerwanderung kamen die finnischen Küstenregionen durch den Ostseehandel zu Wohlstand, der sich in der Zeit der Wikinger ab dem 8. Jahrhundert weiter verstärkte. Um die Jahrtausendwende verdichteten sich über den Osthandel die Beziehungen Ostfinnlands zu Nowgorod. Mit den Handelsverbindungen kam die Bevölkerung Finnlands auch in Kontakt mit dem christlichen Glauben, im Westen mit dem römisch-katholischen, im Osten mit dem orthodoxen.
Finnland als Teil Schwedens
Karte Finnlands aus dem Jahr 1662. Unter Finnland verstand man das Gebiet des Bistums Turku. Die Gebiete des heutigen Nordfinnlands gehörten zum Bistum Uppsala und wurden nicht zu Finnland gezählt.
Die Anbindung Westfinnlands an Schweden war ein allmählicher Vorgang. Die erstarkten Mächte Schweden und Nowgorod traten aus politischen, wirtschaftlichen und religiösen Gründen in Wettbewerb um das von den Finnen bewohnte Gebiet. Beide Staaten unternahmen ab dem 12. Jahrhundert mehrere mehr oder weniger militärische Kreuzzüge in die Region. Die Grenze zwischen beiden Mächten und damit die Ostgrenze Finnlands wurde erstmals 1323 im Vertrag von Nöteborg festgelegt.
Die Tätigkeit der Kirche, die Siedlungsbewegungen schwedischer Einwanderer sowie die Reichsgesetzgebung und -verwaltung trugen dazu bei, dass die neuen Gebiete als Österland einer der vier festen Landesteile Schwedens wurden. Ab 1362 hatte Österland das Recht zur Teilnahme an der schwedischen Königswahl. Die Christianisierung Finnlands war mit der Gründung des Domkapitels Turku 1276 formell abgeschlossen, die alte Mythologie konnte sich aber noch für Jahrhunderte neben dem Christentum behaupten.
Während des Mittelalters entstand in Finnland eine ständische Gesellschaft europäischen Stils, ein Städtewesen und eine katholische Kirchenorganisation. Aktienkurse Vom Ende des 14. bis zu deren Zerfall Anfang des 16. Jahrhunderts war Finnland als Teil Schwedens Bestandteil der Kalmarer Union. In der Herrschaftszeit Gustavs I. Wasa von 1523 bis 1560 entwickelte sich Schweden zu DAX Aktien Analyse Korrelation einem starken Zentralstaat, der die Grundlage für die Großmachtstellung des Reiches im 17. Jahrhundert bildete. Ebenfalls unter Gustav Wasa wurde im Zuge der Reformation der katholische Glauben durch das Aktien kaufen evangelisch-lutherische Christentum ersetzt.
Während der Großmachtperiode gelang es Schweden, sein Gebiet in Kriegen mit Dänemark, Polen und Russland im Umkreis der Ostsee zu erweitern. Finnland, das während dieser Zeit von Kriegshandlungen verschont blieb, wurde enger in die Reichsverwaltung integriert. Unter der Leitung des Generalgouverneurs Per Brahe des Jüngeren wurden mehrere Städte neu gegründet, in Turku die Akademie und ein Hofgericht Aktien Prognose geschaffen sowie ein Postwesen aufgebaut.
Die Inselfestung Suomenlinna vor der Küste Helsinkis wurde 1747 gegründet, um die Verteidigung Finnlands nach dem Krieg der Hüte zu sichern.
Während des 18. Jahrhunderts schwand die Machtstellung Schwedens, besonders im Großen Nordischen Krieg, in dessen Zuge Finnland 1714 bis 1721 russisch besetzt wurde. Nach Abschluss des Friedens von Nystad endete die Besetzung Finnlands, aber auch die Großmachtstellung Schwedens. In einem weiteren russisch-schwedischen Krieg, dem so genannten Krieg der Hüte (17411743), wurde Finnland erneut besetzt, und im anschließenden Frieden wurde die russische Westgrenze bis an den Fluss Kymijoki vorgeschoben.
Finnland als Großfürstentum im Russischen Reich
Auf dem Landtag zu Porvoo leisteten die Stände Finnlands dem Zaren 1809 den Treueeid. Der Zar seinerseits versicherte die Aufrechterhaltung des bestehenden Rechts- und Gesellschaftssystems.
Im Zuge der napoleonischen Koalitionskriege verbündete sich Russland unter Zar Alexander I. mit Frankreich gegen England und das mit diesem verbündete Schweden. 1808 griff Russland Schweden an und begann damit den Finnischen Aktienkurse Krieg, als dessen Resultat Schweden im Vertrag von Fredrikshamn 1809 weite Gebiete an Russland abtreten musste. Zu diesen Gebieten gehörten neben dem damals die heutige Südhälfte Finnlands umfassenden Kernfinnland auch die Ålandinseln sowie Teile Lapplands und Västerbottens. Aus diesen und den bereits 1721 und 1743 eroberten Gebieten wurde das Großfürstentum Finnland gebildet, das Teil des Russischen Reiches war, aber eine weitgehende politische Autonomie genoss. Insbesondere wurden die hergebrachten schwedischen Gesetze ebenso wie in weiten Teilen die DAX Korrelation herrschende Verfassung aufrecht erhalten.
Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war von einer gewissen politischen Starre geprägt. Der Reichstag als ständische Volksvertretung wurde von den Zaren zwischen 1809 und 1863 nicht einberufen, die Politik konzentrierte sich auf die Verwaltung bei unveränderter Gesetzeslage. Während dieser Zeit erwachte aber auch ein finnisches Nationalbewusstsein und es wurden zahlreiche Anstrengungen zur Stärkung der finnischen Identität unternommen, Aktien Analyse ohne dass sich diese zunächst gegen die Zarenherrschaft gerichtet hätten.
In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts kam die finnische Politik in Bewegung, insbesondere durch die größere Freizügigkeit unter Zar Alexander II. Die Beseitigung hergebrachter Wirtschaftsbeschränkungen belebte die Wirtschaft. Ab den Sechzigerjahren kam die Industrialisierung in Fahrt, angetrieben vor allem durch die Holzwirtschaft und die in großer Zahl gegründeten Sägewerke. Die durch notwendige gesetzgeberische Tätigkeit wurde durch die ab 1863 regelmäßig erfolgte Einberufung des Reichstages ermöglicht.
Dem erstarkten finnischen Nationalbewusstsein traten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts russische Bestrebungen einer Zentralisierung des Reiches und einer Russifizierung der zu diesem gehörenden Gebiete entgegen. Das sogenannte Februarmanifest des Zaren Nikolaus II. schränkte die autonomen Rechte Finnlands spürbar ein. Dies hatte einen zähen politischen Konflikt zur Folge, zu dessen Zuspitzungen die Aktienkurse Ermordung des Generalgouverneurs Nikolai Bobrikow 1904 Aktien Prognose und, im Zusammenhang mit der Russischen Revolution, ein umfassender Generalstreik im Herbst 1905 gehörten. Infolge des Generalstreiks sagte Nikolaus die Wiederherstellung der Autonomie sowie die Schaffung einer nichtständischen Volksvertretung zu.
Zu dem 1906 neugeschaffenen Parlament hatten alle Finnen zum damaligen Zeitpunkt europaweit einmalig auch Frauen gleiches Wahlrecht. Die während des Generalstreiks zutage getretenen politischen und sozialen Spannungen konnten jedoch nicht beseitigt werden. Die Russifizierungsbemühungen wurden 1909 wieder aufgenommen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, an dem finnische Soldaten von einigen Freiwilligen abgesehen nicht teilnahmen, kam das politische Leben aber zunächst zum Erliegen.
Unabhängigkeit und Kriege
Als Folge der beiden Kriege gegen die Sowjetunion 1939 bis 1944 musste Finnland die DAX Korrelation rot gekennzeichneten Gebiete an den Nachbarn abtreten.
Nachdem die Zarenherrschaft in Russland infolge der Februarrevolution zerbrochen war, erklärte das finnische Parlament sein Land am 6. Dezember 1917 für unabhängig. Die Unabhängigkeit wurde im Januar Aktien kaufen 1918 zunächst durch das bolschewistische Russland und in der Folge durch zahlreiche andere Staaten anerkannt. Den Ablösungsprozess von Russland begleiteten allerdings schwere innere Konflikte, die am 27. Januar 1918 in einem sozialistischen Umsturzversuch gipfelten. In einem dreimonatigen Bürgerkrieg behielten letztlich die bürgerlichen Weißen die Oberhand.
Im Jahr 1919 gab sich Finnland eine republikanische Verfassung. Mit Sowjetrussland wurde 1920 ein Friedens- und Grenzvertrag unterzeichnet, aufgrund dessen die Grenzen Finnlands mit dem früheren Großherzogtum übereinstimmten, Finnland aber zusätzlich das Gebiet Petsamo mit dessen Zugang zum Nordmeer zugestanden wurde. Im Verhältnis zu Schweden Aktien Analyse entstand Streit um die strategisch bedeutsamen Ålandinseln. Eine Entscheidung des Völkerbundes sprach die Inseln schließlich 1921 Finnland mit der Maßgabe Aktienkurse zu, dass sie eine weitgehende Autonomie erhielten.
Der 1939 geschlossene Hitler-Stalin-Pakt wies Finnland der sowjetischen Interessensphäre zu. Der Angriff der Sowjetunion auf Finnland am 30. November 1939 bildete den Auftakt für den Winterkrieg. Trotz zahlreicher erfolgreicher Abwehrschlachten stand die Verteidigung vor dem Zusammenbruch, als der Krieg am 13. März 1940 durch den Friedensvertrag von Moskau beendet wurde. Finnland musste große Teile Kareliens, darunter mit Wyborg die damals zweitgrößte Stadt des Landes, und andere Gebiete an die Sowjetunion abtreten.
Als Hitler im Juni 1941 die Sowjetunion angriff, trat Finnland in Kooperation mit Deutschland in den Krieg ein, der in Finnland als Fortsetzungskrieg bezeichnet wird. Die finnische Armee eroberte nicht nur die verlorenen Gebiete zurück, sondern drang auch tief in das zur Sowjetunion gehörige Gebiet Ostkareliens ein mit dem Ziel, die von vielen Finnen als Volksgenossen angesehenen nah verwandten Volksgruppen in einem Großfinnland zusammenzuführen. 1944 musste Finnland sich jedoch aus den besetzten Gebieten zurückziehen und sah sich erneut der drohenden sowjetischen Besetzung gegenüber. Am 19. September 1944 schloss es mit der Sowjetunion einen Separatfrieden, der den Fortsetzungskrieg beendete. Die DAX Korrelation Aktien Prognose Gebietsverluste des Winterkrieges wurden bestätigt, zudem musste Petsamo abgetreten werden.
Der Separatfrieden verpflichtete Finnland, die deutschen Truppen aus dem Land zu vertreiben, und so schloss sich der finnisch-deutsche Lapplandkrieg an, in dessen Verlauf die sich zurückziehenden deutschen Truppen große Teile Lapplands völlig zerstörten. Der Krieg endete am 27. April 1945 mit dem Abzug der letzten deutschen Soldaten aus Kilpisjärvi. Der Kriegszustand mit den Alliierten wurde durch den Pariser Friedensvertrag von 1947 endgültig beendet.
Nachkriegszeit
In der Nachkriegszeit und insbesondere im Kalten Krieg nahm Finnland eine Sonderstellung im Spannungsfeld zwischen den Blöcken ein. Das Land hatte sich im Krieg seine Unabhängigkeit und Aktienkurse die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung bewahrt, die Sowjetunion behielt aber einen großen Einfluss auf die finnische Politik. Finnland verfolgte einerseits eine strikte Neutralitätspolitik, andererseits eine insbesondere durch Präsident Juho Kusti Paasikivi vorangetriebene Politik der Versöhnung mit der Sowjetunion. 1948 wurde mit der Sowjetunion ein Freundschafts- und Kooperationsabkommen geschlossen, das durch mehrfache Verlängerung bis zum Ende der Sowjetunion in Kraft blieb. Konflikte mit dem östlichen Nachbarn wurden durch intensive, oftmals inoffizielle Kontakte der finnischen Politik mit Moskau vermieden. Diese Politik, die verschiedentlich den Aktien Analyse Eindruck des vorauseilenden Gehorsams erweckte, wurde hauptsächlich von westdeutschen Politikern mit dem geringschätzigen Prädikat der Finnlandisierung belegt.
Der prägende Politiker im Nachkriegsfinnland war Urho Kekkonen, der von 1956 bis 1982 Präsident der Republik Finnland war. Er verband die seinerzeit weitreichenden verfassungsmäßigen Befugnisse des Präsidenten mit einem autokratischen Führungsstil und betrachtete die Pflege der Beziehungen zur Sowjetunion weitgehend als seine Privatangelegenheit. 1973 ließ er seine Amtszeit durch ein parlamentarisches Ausnahmegesetz verlängern, obwohl an seiner Wiederwahl in den regulären Wahlen kaum Zweifel bestanden hätte. Insgesamt wird der Amtszeit Kekkonens daher ein Demokratiedefizit bescheinigt, der Präsident konnte sich aber während der gesamten Periode der Unterstützung der Wählermehrheit sicher sein. Zu den bedeutendsten Erfolgen Kekkonens gehört die 1975 in Helsinki abgehaltene KSZE-Konferenz, die DAX Korrelation neben ihren Auswirkungen auf den Verständigungsprozess in Europa auch die Stellung Finnlands als neutraler Staat festigte.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion stürzte Finnland, dessen Wirtschaft sich zu einem großen Teil auf den Osthandel stützte, Anfang der Neunzigerjahre in eine schwere Aktien kaufen Wirtschaftskrise. Gleichzeitig erlangte das Land aber größeren außenpolitischen Spielraum. 1992 nahm Finnland Aktienkurse Verhandlungen über seinen Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft auf, die 1995 in eine Vollmitgliedschaft in der heutigen Europäischen Union mündeten. 2002 ersetzte der Euro die Finnische Mark als Landeswährung.
Bevölkerung
Bevölkerung Finnlands, 17502000[20]
| Jahr |
Einwohner |
Jahr |
Einwohner |
| 1750 |
421.000 |
1880 |
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