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Nachrichten zu Französisch-PolynesienQuelle: Google News
Kurzinfos Französisch-Polynesien
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Polynésie Française
Porinetia Farani
Französisch-Polynesien
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Wahlspruch: Liberté, Égalité, Fraternité
Tahiti Nui Mare'are'a
(tahitianisch für Großes Tahiti des goldenen Dunstes)
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| Amtssprache |
Französisch, Tahitianisch |
| Hauptstadt |
Papeete (30.000 E.) auf Tahiti |
| Staatsoberhaupt und Regierungschef |
Staatspräsident Nicolas Sarkozy |
| Einwohnerzahl |
264.736 (2007) |
| Währung |
1 CFP-Franc
1 = 119,3317 XPF
100 XPF = 0,838
(fixer Wechselkurs) |
| Zeitzone |
UTC-10, UTC-9:30, UTC-9[1] |
| Internet-TLD |
.pf |
| Telefonvorwahl |
+689 |
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Französisch-Polynesien (frz.: Polynésie française), ursprünglich Französisch-Ozeanien, ist ein französisches Überseeland (POM = Pays doutre-mer) in Polynesien.
Es besteht aus einer Ansammlung kleinerer Inseln, Atolle und Archipele im südlichen Aktien Analyse Pazifik etwa bei 15° 00' Süd und 140° 00' West.
Die bekannteste und bevölkerungsreichste Insel ist Tahiti, daneben ist das Atoll Mururoa zu nennen, auf dem die französischen Atomversuche stattfanden.
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Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
2 Aktien Prognose Geschichte der Inselgruppen
2.1 Gesellschaftsinseln
2.2 Tuamotu-Inseln
2.3 Marquesas-Inseln
2.4 Austral-Inseln
2.5 Gambierinseln
3 Politik
4 Kultur
5 Siehe auch
6 Literatur
7 Einzelnachweise
8 Weblinks
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Geografie
Französisch-Polynesien besteht aus insgesamt 130 Inseln und Atollen, die zu fünf Aktienkurse Archipelen gehören:
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Gesellschaftsinseln |
13 Inseln |
1.647 km² |
163.000 Einwohner |
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Tuamotu-Archipel |
76 Atolle |
850 km² |
ca. 18.000 Einwohner |
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Marquesasinseln |
10 Inseln |
1.274 km² |
8.632 Einwohner |
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Austral-Inseln |
7 Inseln |
148 km² |
6.669 Einwohner |
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Gambierinseln |
26 Inseln |
31 km² |
986 Einwohner |
Die Inseln verteilen sich auf eine Wasserfläche von etwa 4.000.000 km2, DAX Korrelation bei einer Landfläche von nur etwas mehr als 4.000 km2.
Aktien kaufen Geschichte der Inselgruppen
Gesellschaftsinseln
Die Aufzeichnungen über die Gesellschaftsinseln beginnen, als Ferdinand Magellan 1521 den Tuamotu-Archipel entdeckt.
Die Gesellschaftsinseln wurden etwa um 200 v. Chr. von Tonga und Samoa aus besiedelt.
Zusammen mit den Marquesas bildeten sie das polynesische Kernland und damit das Sprungbrett zur Besiedlung von Hawaii, Neuseeland, den Gambierinseln und der Osterinsel.
Von der Geografie der Inseln mit ihren abgeschlossenen, sich zum Meer hin öffnenden Tälern begünstigt, bildeten sich alsbald unabhängige neun Stammesfürstentümer heraus. Dies führte zu einem streng stratifizierten Gesellschaftsmodell, die Gesellschaft war in mehrere getrennte soziale Ebenen gegliedert.
Im Wesentlichen gab es drei Kasten:
Der Adel, polynesisch ari´i oder ariki: Er stand an der Spitze der Gesellschaft und stellte die großen Landbesitzer. Ganz oben standen die ariki rahi (deutsch: Aktien Analyse die großen Ariki), die Souveräne, die sich aus den alten Adelsfamilien rekrutierten. Auf Tahiti gab es deren acht, die jeweils einem Stamm vorstanden. Diese Familien stellten auch die höchsten Priester, in der Regel nachgeborene Söhne.
Die Freien, polynesisch raatira, das waren im Wesentlichen die Aktienkurse Kleingrundbesitzer, Handwerker, Bootsbauer, Tätowierer und Künstler. Im Kriege waren sie die engsten Gefolgsleute der Ariki. Die Grenzen zwischen den Raatira und den untersten Stufen des Kleinadels waren fließend.
Die Hörigen, polynesisch manahune: Sie bestellten die Felder in Abhängigkeit von den Grundherren. Die Produkte mussten sie größtenteils abführen.
Das Herrschaftssystem Tahitis bezog sowohl Merkmale der Aktien Prognose mittelalterlich-europäischen Feudalgesellschaft als auch der Kastengesellschaft hinduistischer Prägung ein. Religiöse und weltliche Macht waren eng verzahnt, teilweise in denselben Personen vereint.
Eine besondere Rolle innerhalb der polynesischen Gesellschaft Tahitis nahm der Geheimbund der Arioi ein, der sowohl von religiöser, als auch von machtpolitischer Bedeutung war, letzteres durch Repräsentation und Prachtentfaltung zum Ruhm der Herrscherhäuser.
Zur Zeit der Kulturblüte, d. h. vor der europäischen Entdeckung, hatte Tahiti vermutlich 35.000 Einwohner. Zur Ernährung der Bevölkerung war ein ausgeklügeltes System der Landnutzung angelegt DAX Korrelation worden, dessen kunstvoll be- und entwässerte Anbauterrassen für Taro stellenweise heute noch archäologisch nachweisbar sind. Weitere bedeutende Kulturpflanzen waren die Brotfrucht, die Kokospalme und die Tahitikastanie (Inocarpus fagifer aus der Familie der Fabaceae).
Im Gegensatz zur seiner heutigen Bedeutung war Tahiti vor der europäischen Okkupation nicht das politische und religiöse Zentrum der Gesellschaftsinseln. Raiatea wurde bald das geistige und religiöse Zentrum der Gesellschaftsinseln. Sehr anschaulich beschreibt das Jacques Antoine Moerenhout (1796 1879, Kaufmann, Ethnologe und Konsul von Frankreich für Tahiti):
Die drei Inseln Raiatea, Tahaa und Bora Bora dominierten sogar Tahiti, das gilt insbesondere für Raiatea, das sich zum eigentlichen Sitz der polynesischen Theokratie entwickelte. Dort lebte der Großmeister der zwölf Logen der Arioi, von dort kamen die Orakel und Prophezeiungen, von denen in den Annalen berichtet Aktienkurse wird, und auch die Tabus und religiösen Riten, die in allen Regionen Polynesiens Gültigkeit hatten.
Die wichtigste religiöse Stätte Raiateas, ja der gesamten Gesellschaftsinseln, war der Marae Taputapuatea im Opoa-Tal an der Ostküste. Sie war zunächst dem Kult von Ta´aroa (oder Tangaloa, Tangaroa), dem Gott des Meeres und der Fischerei, geweiht. Das Zeremoniell um Ta´aroa war sehr komplex und umfasste auch zunächst nur wenige Menschenopfer. Etwa ab dem 15. Jahrhundert nahm Oro, der Kriegsgott, die Stelle von Aktien Analyse Ta´aroa ein und forderte verstärkt Menschenopfer. Der Kult strahlte auf die benachbarten Inseln, insbesondere auf Tahiti aus. Dies verhinderte jedoch nicht ständige Kriegshandlungen der Stämme untereinander, die auch zur Beschaffung der Menschenopfer dienten und in zahlreichen, heute noch rezitierten Gesängen verherrlicht werden.
Das Opoa-Tal gilt als die Geburtsstätte von Oro, sodass die Bedeutung des Marae Taputapuatea mit dem Aufkommen des Geheimbundes der Arioi im 17. Jahrhundert noch zunahm.
Mit der Bedeutung von Taputapuatea wuchs auch der Einfluss der aus Opoa stammenden Tamatoa-Dynastie, die schließlich die anderen Stammesfürstentümer dominierte.
Die Machtverhältnisse der Gesellschaftsinseln waren bis zum Eingreifen der Europäer weitgehend ausgeglichen, auf Tahiti gelang es zunächst keinem Stamm die Oberherrschaft zu erringen.
In den abgeschlossenen Tälern Mooreas bildeten sich neun Stammesfürstentümer heraus, die DAX Korrelation sich wiederum in einzelne Clans untergliederten. Die stratifizierte Gesellschaft war Aktien kaufen gekennzeichnet von einer archischen Führung, deren Elite sowohl die politische als auch die religiöse Macht auf sich Aktien Prognose vereinigte. Die führenden Familien Mooreas blieben durch Heirat und Verwandtschaft seit Jahrhunderten mit denen der Nachbarinsel Tahiti verbunden. Diese Verbindungen führten zu bedeutenden Allianzen, waren zu anderen Zeiten aber auch Quelle blutiger Auseinandersetzungen.
Die intensive, bis heute andauernde Erforschung des Opunohu-Tales, beginnend mit Kenneth P. Emory (1897 Aktienkurse -1992) in den 1920-er Jahren und fortgesetzt in den 1960-er Jahren von dem Archäologen Roger C. Green von der Universität Auckland, ermöglicht ein beispielhaftes Bild von der Entwicklung der Gesellschaft Mooreas. Die Interaktion zwischen zunehmender Bevölkerungsdichte und der Modifizierung der Umwelt durch den Menschen führte zu deutlichen Veränderungen in der Gesellschaftsform.
Die sog. Pre-Atiro´o-Phase, vor 1000 n. Chr., ist gekennzeichnet durch umfangreiche Rodungen und die Kultivierung der talwärts gelegenen Hänge, die zum Ende der Periode bereits Erosion und die Bildung von Alluvialböden zur Folge hatten. Die Gesellschaft war noch nicht stratifiziert, sondern relativ homogen.
In der Atiro´o-Periode (1000 bis 1650 n. Chr.) wurden künstliche Anbauterrassen an den Hängen und einfache Steinbauten, beispielsweise der Marae Tapauruuru, errichtet. Überreste von rechteckigen Häusern (fare haupape) und solchen mit länglich-ovalem Grundriss (fare pote´e), die der Machtelite vorbehalten waren, deuten auf eine streng stratifizierte, archische Gesellschaftsform hin.
Die nachfolgende Marama-Periode (1650 1788 n. Chr.) ist gekennzeichnet von der Eroberung des Opunohu-Tales durch die Häuptlinge (ariki) des ursprünglich an der Küste ansässigen Marama-Stammes, denen es gelang, alle anderen Clans des Tales unter ihrer Oberherrschaft zu Aktien Analyse vereinigen. Neben einer weiteren Zunahme der Bevölkerung ist in dieser Phase auch eine rege Bautätigkeit repräsentativer Kultbauten - große Marae in der Art einer Stufenpyramide - zu beobachten. Gegen Ende dieser Periode wurde das Opunohu-Tal eine Zuflucht für Ariki, die sich der europäischen Einflussnahme widersetzten.
Der Erste, der die Insel Maupiti für Europa entdeckte, war der Holländer Jakob Roggeveen im Jahre 1722.
Es ist nicht abschließend DAX Korrelation geklärt, welcher Europäer als Entdecker Tahitis gelten kann. Der Portugiese Pedro Fernández de Quirós sichtete am 10. Februar 1606 eine bewohnte Insel, die er Sagittaria nannte und bei der es sich um Tahiti gehandelt haben könnte. Aktienkurse Eine Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht. So gilt heute der Engländer Samuel Wallis als erster Europäer, der am 21. Juni 1767 Tahiti betrat. Auch die Insel Moorea betrat er in der Zeit und nannte sie York Island. Reste des Entdeckerdorfes des Atolls Scilly existieren immer noch auf dem nördlichen Teil der Insel. Auch das Atoll Maupihaa mit den benachbarten Atollen Motu One und Manuae wurden von ihm zu dieser Zeit entdeckt. In manchen Quellen wird Motu One auch Bellingshausen oder Bellinghausen genannt. Dieser Name geht auf Otto von Kotzebue zurück, der das Atoll nach dem deutschbaltischen Entdecker Fabian Gottlieb von Bellingshausen taufte.
Samuel Wallis benannte die Hauptinsel, das heutige Tahiti, nach dem Auftraggeber und Sponsor seiner Weltumsegelung. Fortan hieß die Insel King George Island. Bereits im folgenden Jahr, am 6. Aktien Prognose April 1768, landete der Franzose Louis Antoine de Bougainville, blieb neun Tage und bezeichnete Tahiti euphorisch als La Nouvelle Cythère (das neue Kythera; gemeint ist die Liebesinsel der Aphrodite).
Im Bewusstsein der Europäer sind besonders die Besuche von James Cook geblieben. Am 13. April 1769 ankerte er mit seinem Schiff Endeavour in der Matavai Bucht, ca. 10 km nördlich des heutigen Papeete. Er hatte den Auftrag den Venustransit zu beobachten und errichtete zu diesem Zweck ein Observatorium. Heute befindet sich an dieser Stelle der Leuchtturm Pointe Vénus. Raiatea entdeckte er am 20. Juli 1769 während seiner ersten Reise. Von Tahiti kommend fuhr er mit der Endeavour durch die den Polynesiern heilige Riffpassage Avamo'a, ankerte in der Bucht von Opoa und ging in der Nähe des Marae Taputapuatea an Land. Er hisste den Union Jack und nahm die Insel in einer kurzen Zeremonie für die englische Krone in Besitz.
Mit Cook reiste der Botaniker Joseph Banks, der während des dreimonatigen Aufenthaltes umfangreiche botanische Studien durchführte. Seine dabei gewonnen Erkenntnisse führten zu der verhängnisvollen Fahrt der Bounty von 1787 nach Tahiti, mit der die britische Aktienkurse Admiralität William Bligh beauftragte. In diesem blutigen Konflikt, überfiel Pouni (oder Puni), ein Ariki von DAX Korrelation Bora Bora, die Aktien Analyse Nachbarinseln Raiatea und Tahaa. Ihm gelang es, sich für einige Jahre zum Oberherrn zu erheben.
Zur Aktien kaufen Erweiterung des spanischen Einflussbereiches befahl König Karl III. Expeditionen in den Südpazifik. Der Gouverneur von Chile und Vizekönig von Peru Manuel dAmat i de Junyent ankerte 1772 vor den Gesellschaftsinseln mit der spanischen Fregatte El Águila in der Baie de Tautira. Er nannte die Insel nach seinem Auftraggeber Isla de Amat. Auch Raiatea erreichte er und nannte die Insel Princess und nahm sie für Spanien in Besitz.
Am 17. August 1773 kehrte James Cook nach Tahiti zurück. In seiner Begleitung befanden sich die beiden naturwissenschaftlich gebildeten Deutschen Johann Reinhold Forster und Georg Forster. Die Berichte der frühen Entdecker bestimmten lange Zeit (und teilweise heute noch) das Bild der Europäer von der Südsee.
Zuverlässig kartiert wurden die Inseln 1777 von James Cook auf seiner dritten Südseereise, welcher ihnen, (während seiner Ersten Südseereise 1769) in Anerkennung der Verdienste der Royal Society den Namen Society Islands gibt. Dieser Name bildet die Grundlage für die deutschsprachige Bezeichnung Gesellschaftsinseln, ebenso wie für den französischen Namen Îles de la Société.
James Cook ankerte mit den Schiffen Resolution und Discovery jedoch nicht in der nach ihm benannten Cook´s Bay, sondern in der benachbarten Baye d´Opunohu. Wegen eines kleinen Diebstahls kam es zum Konflikt mit den Einwohnern, bei dem Cooks Seesoldaten zur Vergeltung einige Kanus und Häuser zerstörten. Die europäischen Schiffe steuerten in der Regel die Matavai-Bucht an. Die Bucht - Wallis nannte sie vorausschauend Royal Bay - gehörte zum Stammesfürstentum Pare, dessen Ariki war Pomaré I.. Er wurde daher von den Europäern als König der gesamten Insel betrachtet, obwohl er nur einer von acht unabhängigen Stammesfürsten war. Da es für die europäischen Besucher zudem nützlich war, nur Aktienkurse einen Ansprechpartner zu haben, Aktien Prognose unterstützten sie die Pomaré-Dynastie in ihren Stammesrivalitäten auch militärisch, sodass Pomaré I. um 1780 die gesamte Insel seiner Herrschaft unterwerfen konnte. Pomarés Eroberungskriege und die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten führten zu einem dramatischen Bevölkerungsrückgang.
Am 2. April 1786 erreichte der französische Entdecker Louis Antoine de Bougainville Tahiti, nahm die Gesellschaftsinseln für DAX Korrelation Frankreich in Besitz und begründete damit das heutige Französisch-Polynesien.
Missionare schätzten 1804 die Bevölkerungszahl Tahitis nur noch auf 6.000 Menschen.
Im Jahr 1796 beschloss die London Missionary Society das Schiff Duff unter dem Kommando von Kapitän James Wilson auszurüsten, um Missionare nach Tahiti, Tonga, den Marquesas, Hawaii und Palau zu entsenden. An Bord befanden sich 30 Missionare, davon vier ordinierte Geistliche. Ein acht Jahre später zur Zentrale der Society entsandter Bericht Aktien Analyse beschreibt die Erfolge der Zivilisierung und der Missionierung der Einheimischen Tahitis aber als eher gering.
Zwischenzeitlich hatten sich auch entlaufene Matrosen, Walfänger, Händler und Abenteurer auf der Insel angesiedelt, die Alkohol und Feuerwaffen an die Bewohner verkauften. Die traditionellen Stammeskriege bekamen dadurch eine neue und besonders verhängnisvolle Dimension, was zu einem weiteren Bevölkerungsrückgang führte.
Pomaré II. setzte ab 1803 die Kriege zur Festigung seiner Herrschaft fort, wurde jedoch 1808 geschlagen und flüchtete nach Moorea. Als Folge musste die Missionsstation aufgegeben werden. 1811 kehrte Pomaré II. nach Tahiti zurück - und mit ihm die Missionare. Er ließ sich 1812 taufen und in den Folgejahren traten weitere führende Ariki zum Christentum über.
Mit Unterstützung der Europäer konnte sich König Pomaré II. von Tahiti zum Souverän des gesamten Archipels erklären. Am 12. November 1815 wurden die Widersacher Pomarés, die Anhänger des alten Glaubens, in der Schlacht bei Feipi entscheidend geschlagen.
1819 führte er einen von Aktienkurse den Missionaren verfassten Strafkatalog ein, der für alle Praktiken, die im Gegensatz zur christlichen Lehre standen, drastische Strafen vorsah. So war zum Beispiel für Blasphemie, Idolatrie und Rückkehr zur Götzendienerei die Todesstrafe und für Unzucht (d. h. außereheliche geschlechtliche Beziehungen), begangen, verhehlt oder den Missionaren verborgen, mehrjährige Zwangsarbeit vorgesehen.
1828 wurde der Marae Taputapuatea zerstört. 1831 konnte die Sekte der Mamaia, Nachfolger der inzwischen verbotenen Arioi, noch einmal die Missionare von Raiatea vertreiben. 1832 unterlagen die Mamaia endgültig und wurden verbannt. Die Missionare kehrten zurück und Frankreich versuchte zunehmend Einfluss zu gewinnen.
Auf den Gambierinseln hatte sich die französische katholische Mission unter dem Orden Pères et religieuses DAX Korrelation des Sacrés-Curs de Picpus (kurz: Picpusiens) etabliert. Sie beobachteten die protestantische Mission auf Tahiti mit Argwohn und Besorgnis. 1836 landeten die Aktien kaufen französischen Missionare Honoré Laval und François dAssise Caret auf Tahiti, um den katholischen Glauben zu predigen. Da sie nicht ohne Erfolg waren, verfügte der Missionar und amtierende britische Konsul George Pritchard ihre Ausweisung. Diese Maßnahme führte zur Entsendung zweier Aktien Prognose französischer Kriegsschiffe.
Am 15. November 1836 betrat Charles Darwin während seiner Weltreise von 1831 bis 1836 Tahiti. Die Beagle ankerte in der Mataiva-Bucht.
Am 10. September 1839 erreichte Charles Wilkes im Rahmen der United States Exploring Expedition Tahiti. Er baute seine tragbaren Observatorien, im Gedenken an James Cook, am Pointe Vénus auf. Die ihn begleitenden Wissenschaftler führten insbesondere anthropologische, ethnologische und botanische Studien durch. Einen interessanten Hinweis auf das Verhältnis der Aktien Analyse Bevölkerung zum Christentum gibt uns das Tagebuch des 1. Offiziers William Reynolds:
Der einzige Hinweis auf Religion, den ich bei den Eingeborenen entdecken konnte, war die Beachtung äußerlicher Formen und die Furcht vor den Missionaren.
Die Aktienkurse Insel Moorea blieb unter dem Einfluss Tahitis.
1842 erfolgte eine erneute französische Intervention, deren Kommandeur Abel Aubert Du Petit-Thouars am 9. September 1842 das vorläufige französische Protektorat verkündete. Die Clans Raiateas den Annexionsbestrebungen heftigen Widerstand entgegen. Es gelang jedoch den christlichen Missionaren, zunehmend Einfluss zu gewinnen, was zu Religionskriegen zwischen den Anhängern des traditionellen und des christliche Glaubens führte.
Der Kommandeur nutzte geschickt die vorübergehende Abwesenheit des britischen Konsuls Pritchard. Im November 1843 wurde das Protektorat durch Abmachungen zwischen Du Petit-Touars und Königin Pomaré Vahine IV. vertraglich bestätigt und 1844 auch von Frankreich formell anerkannt. Da sie von Tahiti englandfreundlich und eher den protestantischen Missionaren verbunden war, ließ sie sich in dieser unklaren Situation 1844 nach Raiatea bringen und regierte bis 1847 von dort aus.
Wegen des Verdachtes der Beteiligung an einer Meuterei auf dem australischen Walfänger Lucy Ann war der Schriftsteller Herman Melville 1842 in Papeete inhaftiert. Ihm gelang aber die Flucht aus dem Gefängnis. Später DAX Korrelation verarbeitete er diese Erlebnisse in dem Roman Omoo.
Ihr Sohn Pomaré V. dankte am 29. Juni 1880 ab. Als Folge fiel der gesamte Archipel im März 1888 als Kolonie an Frankreich. Auf Raiatea kam es jedoch weiterhin zu Aufständen. Der Stammeshäuptling Teraupo verschanzte sich im Avera-Tal an der Ostküste und widerstand der französischen Intervention. Pomaré V. war der letzte König von Tahiti, er starb 1891 an den Folgen seiner Trunksucht. Erst 1897 kam Teraupo in Gefangenschaft.
Von 1891 bis 1893 lebte der Maler Paul Gauguin auf Tahiti. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Gemälde, die das Bild vom Paradies Südsee in Europa weiter festigten. 1895 kehrte er nach Tahiti zurück. Er legte sich mit der Kolonialverwaltung und den Missionaren an und musste 1901 nach Atuona auf der Insel Hiva Oa übersiedeln, wo er 1903 starb.
1904 vermachte die königliche Familie Aktienkurse von Tahiti die Insel Tetiaroa dem Zahnarzt Johnston Walter Williams. Bis 1965 wechselte die Privatinsel einige Mal den Besitzer. Nach Abschluss der Dreharbeiten zum Spielfilm Meuterei auf der Bounty, pachtete Marlon Brando die Insel Tetiaroa von ihrem Eigentümer für 99 Jahre.
Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ankerten die deutschen Panzerkreuzer SMS Scharnhorst und SMS Gneisenau vor Papeete, um Kohle aufzunehmen. Als ihnen das Aktien Prognose verweigert wurde und der französische Kommandant mit einer Küstenbatterie das Feuer eröffnen ließ, beschoss die Schiffsartillerie Papeete Aktien Analyse und zerstörte dabei einige Häuser. Während des Krieges lief auch der legendäre Seeteufel Felix Graf von Luckner mit seinem Hilfskreuzer Seeadler mehrere Male Tahiti an. Eine Kanone des Schiffes steht heute in einem kleinen Park vor dem Postgebäude von Papeete.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel Bora Bora nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 eine wichtige Versorgungsbasis der USA im Südpazifik. Das US-amerikanische Militär errichtete ein Tanklager, eine Landebahn und eine Basis für Wasserflugzeuge. Mehrere strategisch wichtige Bereiche sicherte man mit Küstenbatterien und Flugabwehrkanonen. Die verrosteten Kanonen kann man zum Teil heute noch sehen. Die US-amerikanische Basis wurde während des Krieges jedoch nicht angegriffen und 1946 aufgegeben.
In den Jahren 1966 bis 1996 führte Frankreich mehrmals Kernwaffentests auf dem Mururoa-Atoll durch und richtete in den umliegenden Gewässern unheilbaren Schaden an. DAX Korrelation Heute noch wird den Touristen zu Jodtabletten geraten, da der verzehrte Fisch immer noch mit einem gesundheitsschädlichen Ausmaß an radioaktiver Strahlung verseucht sein kann.
Am 23. Aktien kaufen Oktober 1987 kam es in einigen Vororten von Papeete, ausgelöst durch einen Streik der Hafenarbeiter, zu Ausschreitungen, als sich arbeitslose Jugendliche wegen ihrer Perspektivlosigkeit und schlechter Bildungs- und Berufschancen gegen die französische Administration auflehnten. Eigens eingeflogene Kräfte der Gendarmerie Nationale Aktienkurse beendeten die Unruhen aber schnell.
Die Compagnie Française de Tahiti, die Besitzerin des Atolls Scilly, pflanzte um 1920 circa 57.000 Kokosnussbäume an. Es wurden bis zu 70 Tonnen Kopra pro Jahr hergestellt. Die Plantage existiert nicht mehr. Das Atoll Scilly ist heutzutage nicht ganzjährig bewohnt, aber es wird regelmäßig von Fischern von Raiatea besucht. Es gibt weder Schiff- noch Flugverbindungen nach Französisch-Polynesien. Die Lagune ist 1992 zum Naturschutzgebiet erklärt worden.
Tuamotu-Inseln
Die Frühgeschichte der Tuamotu-Inseln liegt weitgehend im Dunkeln. Ethnologische Befunde lassen den Schluss zu, dass vermutlich recht früh, etwa um 700 n. Chr., eine Besiedlung von Westen, von den Gesellschaftsinseln erfolgte. Auf den Inseln Rangiroa, Manihi und Mataiva gibt es aus Korallenblöcken errichtete, flache Zeremonialplattformen (polynesisch: Marae), deren genaues Alter allerdings unbekannt ist.
Eine Expedition entdeckt die Krusensterninseln (heute Tikehau), Frühjahr 1816
Für Europa wurden die Tuamotus 1521 von Ferdinand Magellan während seiner berühmten Weltumseglung entdeckt, als er Puka Puka und möglicherweise auch Fakahina und Angatau besuchte. Danach folgten 1606 der Spanier Pedro Fernández de Quirós, 1616 die Holländer Willem Cornelisz Schouten, Jakob Le Maire und 1722 Jakob Roggeveen, der Entdecker der Osterinsel, 1765 John Byron und 1767 Samuel Wallis. Anfang April 1769 passierte James Aktien Analyse Cook mit seinem Schiff Endeavour einige Inseln des Tuamotu-Archipels, doch obwohl er feststellte, dass sie bewohnt waren, ging Cook nicht vor Anker, sondern segelte weiter nach Tahiti zur Beobachtung des Venustransits. Es folgten 1768 Aktien Prognose der Franzose Louis Antoine de Bougainville sowie 1815 der in Diensten der russischen Zaren stehende Deutsche Otto von Kotzebue. Diese Entdeckungen hatten zunächst politisch keine Folgen. Die Inseln DAX Korrelation gehörten weiterhin zum Einflussbereich der Königsdynastie Pomare von Tahiti.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erschienen die ersten Missionare. Als Folge drang auch die Aktienkurse Kunde vom Perlenreichtum der Inseln nach Europa und machte sie zu einem begehrten Ziel der Kolonisation europäischer Imperien.
Nachdem bereits Königin Pomare Vahine IV. von Tahiti den Drohungen des aus Frankreich entsandten Admirals Dupetit-Thouars nachgeben und das französische Protektorat über ihren Herrschaftsbereich anerkennen musste, verzichtete ihr Sohn und Nachfolger Arijane, der als Pomare V. nur noch eine Scheinregierung führte, 1880 auf jeglichen Thronanspruch. Als Folge wurden die Tuamotu-Inseln von Frankreich annektiert.
In die Schlagzeilen der Weltpresse gerieten die Tuamotus, als 1947 Thor Heyerdahl mit seinem Floß Kon-Tiki von Südamerika kommend das Atoll Raroia erreichte.
Im September 1995 löste Frankreich mit der Wiederaufnahme der Atomtests auf Fantaufa und dem Mururoa-Atoll nach einem dreijährigen Stopp eine weltweite Protestwelle aus. Die Tests wurden im Januar 1996 abgebrochen. Bis heute vertritt die französische Regierung die Auffassung, dass die Atomtests Umwelt und Menschen nicht radioaktiv verseucht hätten. Offizielle Angaben über die Verstrahlung sowie über Schäden an Menschen existieren nicht.
Marquesas-Inseln
Schnitzkunst der Marquesas (U´u-Kriegskeulen)
Funde von später Lapita-Keramik (Plainware) auf Nuku Hiva durch den Anthropologen Harry Lionel Shapiro von American Museum of Natural History bei Ausgrabungen 1956 beweisen eine verhältnismäßig frühe Kolonisierung der Marquesas durch Protopolynesier, wobei der genaue Zeitpunkt umstritten ist. Der amerikanische Archäologe Robert Suggs geht von einer Initialbesiedlung zwischen 100 v. Chr. bis 150 n. Chr. aus,[2] neuere Veröffentlichungen nehmen jedoch eine Erstbesiedlung nicht vor 300 n.Chr. an.[3] Die polynesische Kolonisierung der Marquesas erfolgte von Westen, vermutlich von Samoa oder Tonga, im Rahmen der Polynesischen Expansion.[4] Neuere Erkenntnisse stützen allerdings eher die Multibesiedelungsthese in Form mehrerer Siedlungswellen. Von den Marquesas ging später die Besiedlung Hawaiis, Neuseelands, der Aktienkurse Gesellschaftsinseln und der Osterinsel aus.
Fußend auf den Forschungen von Suggs teilt man die Inselgeschichte bis zur europäischen Entdeckung in vier Zeitabschnitte DAX Korrelation ein:
Siedlungsperiode (vom Beginn der Aktien Analyse Besiedlung bis ca. 600 n. Chr.)
Entwicklungsperiode (von 600 bis 1200 n. Chr.)
Expansion (von 1200 bis 1600 n. Chr.)
Klassische Zeit (von 1600 bis zur Einflussnahme der Aktien kaufen Europäer im späten 18. Jahrhundert).
Im frühesten, der Initialbesiedlung folgenden Zeitabschnitt ließen sich die Menschen in kleinen, kompakten Siedlungen oder unter Felsüberhängen im unmittelbaren Küstenbereich nieder. Ihre Hauptnahrungsquelle war die Küstenfischerei, wie Funde zahlreicher Angelhaken aus Muschelschalen beweisen.[5]
Dieser Besiedlungsphase schloss sich eine Periode der kulturellen Entwicklung und Stabilisierung an. Ab Aktien Prognose der Mitte des 1. Jahrtausends n. Chr. gewann der Ackerbau (Taro, Yams) und die Nutzung kultivierter, fruchttragender Bäume (Brotfrucht, Kokosnuss) zunehmend an Bedeutung. Die Technik der Tiefseefischerei wurde, wie aus der Fortentwicklung der Angelhaken ersichtlich ist, verfeinert, wahrscheinlich hielt man auch Schweine und Hunde als Nahrungstiere.[6] Fortschritte im Kanubau ermöglichten einen umfangreichen Warenaustausch mit anderen Inseln. Belegt sind Fahrten nach Rarotonga immerhin 2500 Kilometer entfernt um die leuchtendroten, sehr begehrten Kura-Federn (von einer Unterart des Kaka (Nestor meridionalis)) für den Häuptlingsschmuck einzuhandeln. Gegen Ende dieser Periode gab es eine auffallende Änderung im Nahrungsangebot. Archäologische Untersuchungen von Abfallhaufen zeigten eine drastische Abnahme der Überreste wildlebender Tiere (Land- und Seevögel, Schildkröten und Meeressäuger).[7] Lokal gab es einen deutlichen Anstieg in der Bevölkerungsdichte, verbunden mit einem Raubbau an der umgebenden Natur und der Ausrottung einzelner Spezies.[8]
Das weitere Bevölkerungswachstum und der Niedergang der natürlichen Nahrungsquellen machte ab dem 2. Jahrtausend n. Aktienkurse Chr. die Expansion und die Entwicklung neuer Agrartechniken notwendig. Die Siedlungen entfernten sich von der Küste und wuchsen die steilen Täler hinauf. Anbauterrassen für den Taro mit ausgeklügelten Bewässerungssystemen wurden angelegt. Gelegentliche Trockenperioden und Naturkatastrophen, die den Ertrag minderten, wurden mittels aufwendig angelegter, riesiger Vorratsgruben für den fermentierten Brei aus der Brotfrucht (ma) überbrückt. Eine dieser Vorratsgruben im Taipivai-Tal auf Nuku Hiva hatte ein DAX Korrelation Fassungsvermögen von 216 m³.[9] In den durch steile Felsrücken getrennten, tief eingeschnittenen Tälern entwickelten sich unabhängige Stammesfürstentümer mit einer stratifizierten Gesellschaftsordnung. An der Spitze standen die Stammeshäuptlinge, die ihre Genealogie auf die vergöttlichten, mythischen Vorfahren zurückführen konnten und vom Adel und der Priesterschaft gestützt wurden. Sie waren Inhaber aller Ressourcen und sicherten die komplizierte Gesellschaftsstruktur durch ein ausgeklügeltes System von Abhängigkeiten, Rechten und Aktien Analyse Tapus (Verbote, Unantastbarkeiten), die jedem Individuum zwar ein gewisses Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht einräumten, aber die Einflussmöglichkeiten sorgsam nach Alter, Geschlecht und sozialer Stufe unterschieden.
Überreste eines tohua auf der Insel Ua Pou
Zentrum der Siedlung war der tohua, ein ausgedehnter Platz für Feste, Tänze und Zeremonien, um den sich zahlreiche steinerne Plattformen kumulierten. Darauf befanden sich die aus vergänglichen Materialien errichteten Häuser - z. B.: Tempel, die Häuptlingsresidenz, Wohnhäuser für den Adel und die Priesterschaft, Versammlungshallen, ein Tätowierhaus, ein Haus für die Krieger u. a. - die heute nicht mehr erhalten sind. Bergfestungen aus einem sinnreich konstruierten System von Gräben, Palisaden und Plattformen überzogen die schwer zugänglichen Bergrücken und belegen eine kriegerische Gesellschaft mit häufigen, ritualisierten Stammeskriegen.
Steinstatuen der Marquesas (Ua Pou)
In der klassischen Periode, Aktienkurse etwa ab dem 17. Jahrhundert, wuchsen Aktien Prognose die Siedlungen weiter die Täler hinauf, die Strände jedoch wurden gemieden, der Archäologe Suggs vermutet, um sich zunehmender Angriffe von See her zu entziehen.[10] Die Architektur strebte einem Höhepunkt entgegen. Man errichtete riesige, mehrstufige Tempelplattformen (me´ae) mit kolossalen, anthropomorphen Steinfiguren. Hausplattformen (paepae) wurden nun in megalithischer Steinsetzung gebaut. Das Kunstschaffen verlagerte sich auf Experten (tohunga), die die Kultur zu einer neuen Blüte führten und begnadete Tattoo-Künstler, Holz- und Knochenschnitzer, Steinbildhauer und Kanubauer hervorbrachten. Deren Erzeugnisse sind heute über die Völkerkundemuseen der ganzen Welt verstreut. Auf den Marquesas selbst ist nur wenig davon verblieben.
Zu den Schattenseiten gehörte der zunehmende Einfluss der Kriegerkaste (toa), DAX Korrelation was zur Intensivierung der Konflikte führte. Es bildete sich der elitäre Kriegerorden der Kaioi, etwa vergleichbar mit den Arioi auf Tahiti, jedoch aggressiver in der Ausprägung. Menschenopfer und Kannibalismus waren verbreitet.
Die Männer der Marquesas, kaum weniger barbarisch als die von Aktien kaufen Neuseeland, gestalten ihren Krieg meistens als Geplänkel oder überraschenden Überfall, weil er häufig lediglich ein Vorwand ist, die Zutaten für eine kannibalische Mahlzeit auf Kosten des besiegten Feindes zu erobern.[11]
Diese Periode reichen kulturellen Wachstums endete, als die Europäer - insbesondere die Missionare - ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zunehmend Einfluss ausübten.
Für Europa entdeckt wurden die Marquesas vom Spanier Alvaro Mendana de Neira. Er fuhr mit vier Schiffen von Peru zu den Salomonen, um dort einen spanischen Stützpunkt zu errichten. Zunächst sichtete er die Insel Tahuata und benannte die Inselgruppe nach Marques de Mendoza, dem damaligen Vizekönig von Peru: Las Islas Marquesas Don García Aktien Analyse Hurtado de Mendoza y Canete, verkürzt Marquesas. Am 21. Juli 1595 landete er auf Fatu Hiva. Nach einer freundlichen Begrüßung und dem Austausch von Aktienkurse Geschenken begingen die Inselbewohner einige kleinere Diebstähle. Bei dem anschließenden Gefecht wurden 8 Einheimische, darunter ein ehrwürdiger, alter Häuptling, getötet. Vom 27. Juli bis 5. August 1595 hielt sich Mendana auf der Insel Hiva Oa auf. Auch dort kam es zu Konflikten und der Plan einer Eroberung und Besiedlung scheiterte am heftigen Widerstand der Insulaner. Fernandes de Quiros, einer der Kapitäne, schreibt, bei diesen Auseinandersetzungen seien insgesamt 200 Einheimische getötet worden.
Wegen der ungenauen Positionsangabe und einer Interessenverlagerung der Spanier vom Pazifik weg, gerieten die Inseln bald in Vergessenheit. Erst fast zweihundert Jahre später wurden sie von James Cook wieder entdeckt, der sich während seiner zweiten Südseeexpedition vom 7. bis 11. April 1774 auf den Marquesas aufhielt.
1791 entdeckte der Amerikaner Joseph Ingraham, der mit seiner Handelsbrigg Hope von Boston in die Südsee segelte, die Nordwestgruppe der Marquesas mit der größten Insel Eiao, die er nach dem amerikanischen Präsidenten Washington Island nannte.
Leutnant Richard Hergest von der HMS Daedalus, einem Schiff der Vancouver-Expedition, zeichnete im März/April 1792 die erste vollständige Karte der Marquesas.
Im DAX Korrelation Mai 1804 ankerte Adam Johann von Aktien Prognose Krusenstern bei seiner Weltumseglung mit den Schiffen Nadeshda und Newa in der Bucht von Taiohae auf der Insel Nuku Hiva. Während seines zehntägigen Aufenthaltes studierte er den Alltag und die Bräuche der Insulaner. Hierbei konnte er auch deutliche Anzeichen für rituellen Kannibalismus feststellen.[12]
In den Folgejahren wurden die Inseln gelegentlich von Händlern, Abenteurern, entlaufenen Matrosen und Walfängern aufgesucht, die Geschlechtskrankheiten, Feuerwaffen und Alkohol mitbrachten und damit die alte Inselgesellschaft völlig aus dem Gleichgewicht brachten.
Da waren die wilden Abenteurer, kleine Conquistadoren, die, im Besitz von Flinte und Munition, einen oder ein paar Talstämme beherrschten, die Eingeborenen in ihren Kriegen anführten und sie Aktienkurse womöglich zur Strandpiraterie anstifteten. Sie waren der Schrecken der Missionare. Als Erzieher der Eingeborenen spendeten sie ihnen die Gabe des Kokospalmweines. [13]
1813 erreichte Kommodore David Porter mit der Fregatte USS Essex Nuku Hiva, nahm die Insel am 19. November 1813 für die USA in Besitz und nannte sie Madison Island. Der Kongress der Vereinigten Staaten hat die Okkupation jedoch nicht ratifiziert.
Vom 18. August bis zum 2. September 1814 ankerten die Kriegsschiffe HMS Briton und HMS Targus vor Nuku Hiva und Tahuata. Von dort fuhren sie weiter nach Pitcairn, wo die Besatzung auf John Adams, den letzten Überlebenden der Meuterei auf der Bounty traf.
1838 Aktien Analyse erreichte der Franzose Abel Aubert Du Petit-Thouars (* 7. August 1793 in Turquant, 16. März 1864 in Paris) mit seiner Fregatte Venus die Marquesas-Inseln und brachte katholische Missionare mit. Nach einem Bericht von Jules Dumont dUrville, der wenige Wochen später mit seinen Schiffen Astrolabe und Zélee vor Taiohae ankerte, hatten sich damals außerdem vier Amerikaner, zwei Spanier und ein Engländer unter den Einheimischen in Taiohae angesiedelt.
Bei seiner zweiten Reise in den Pazifik nahm Du Petit-Thouars, inzwischen Konteradmiral, die Marquesas für Frankreich in Besitz. Die Annexion vollzog sich in zwei Etappen:
am 1. Mai 1842 in Vaitahu auf Tahuata für die südöstliche Gruppe. Häuptling Iotete (andere Schreibweise: Lotete) akzeptierte die französische Oberherrschaft vertraglich. Zum Dank unterstützten ihn die Franzosen in den Stammeskonflikten, sodass sich Iotete zum König der gesamten DAX Korrelation Inselgruppe erheben konnte.
am 2. Juni 1842 in Taiohae auf Nuku Hiva für die nordwestliche Gruppe. Die Franzosen errichteten dort ein Fort und eine Siedlung, um ihren Anspruch deutlich zu machen.[14]
Der Schriftsteller Herman Melville hielt sich im Juni 1842 vier Monate auf der Insel Nuku Hiva auf. In seinem Aktien kaufen Roman Typee schildert er - romantisch überzeichnet, doch keineswegs unrealistisch - sein Leben mit einem Clan der Marquesas. Aktienkurse Der Erfolgsroman erschien 1846 bei John Murray in London. Die in dem Buch enthaltene Kritik an Kolonisierung und Missionierung führte zu heftigen Angriffen konservativer Kreise. Dennoch beeinflusste der Roman viele spätere Autoren die über die Südsee schrieben, zum Beispiel Robert Louis Stevenson, Jack London oder Robert Dean Frisbie.
1860 begann ein drei Jahre dauernder Raubzug peruanischer Sklavenhändler, die zahlreiche Einwohner auf die Aktien Prognose Guanoinseln vor der peruanischen Küste v |